Ligurien -
Es grünt so grün

Die sommerlichen Außentemperaturen bringen Farbe in unseren Küchenalltag. So soll es dieses Mal um die Farbe Grün gehen, die uns derzeit von allen Seiten anlacht, wie dereinst Eliza (... es grünt so grün, wenn ...)  in der deutschsprachigen Version von My Fair Lady.

01.07.2019

Die sommerlichen Außentemperaturen bringen Farbe in unseren Küchenalltag. So soll es dieses Mal um die Farbe Grün gehen, die uns derzeit von allen Seiten anlacht, wie dereinst Eliza (... es grünt so grün, wenn ...)  in der deutschsprachigen Version von My Fair Lady. Denken wir nur an den grünen Spargel, der sogar am Grill hervorragende Figur macht - oder einfach nur in der Pfanne in etwas Olivenöl (Verlinkung zum Produkt möglich) (und ein klein wenig Butter) geschwenkt, mit Aceto Balsamico beträufelt und Parmesan behobelt zur waren Gaumenfreude wird. Sommerfrische Salate, pfeffrigen Rucola und Bärlauch lasse ich kurz einmal links liegen und widme mich dem Basilkumstrauch auf unserer Terrazza, der mich an die letzte Tour durch Ligurien erinnert. Problem dabei: ich habe es noch nie geschafft, derart große, vor Leben nur so strotzende Exemplare großzuziehen, wie sie dort scheinbar nebenbei wachsen. Könnte am milden Klima liegen. Oder am Meerblick. Oder am Fehlen zu kühler nächtlicher Brisen. Womit klar wird, so ein Pesto wie jenes, dass ich bei einem Kochkurs in Moneglia (zwischen Cinque Terre und Portofino gelegen) selbst „produzieren“ durfte, krieg‘ ich daheim nie hin!

Gerne erinnere ich mich in dieser Sache an eine Folge von „Antonio Carluccio`s Italian Feast“ (gewissermaßen der kulinarische und kochtechnische Ziehvater von Jamie Oliver), wie er Ligurien durchstreifend mit Einheimischen ein Pesto anrührt, um es anschließend mit kurzer, von Hand gefertigter Pasta zu einem lukullischen Gedicht zu vermengen. Viel ist ja nicht drinnen in so einem Pesto Genovese. Aber die Qualität der Zutaten muss stimmen. Sei es das Olivenöl, die Pinoli oder der Knoblauch – nicht zu vergessen der Pecorino, dessen Salzgehalt eine große Rolle spielt ... Wer die sieben Zutaten für ein Pesto Genovese einmal selbst „regelkonform“ verarbeiten möchte, dem sei der Link zum Consorzio del Pesto Genovese empfohlen, weil ja alles seine Richtigkeit haben muss! Wer hingegen seine Rezeptsammlung um einen mediterranen Klassiker erweitern möchte, dem empfehle ich Trofie al pesto con fagiolini e patate. Dabei werden zuerst Kartoffel, Trofie und Fisolen (in ca. 2 cm lange Stücke geschnitten) separat gekocht. Danach gibt man alles zusammen in eine Schüssel, ein wenig vom Kochwasser der Pasta dazu und eine großzügige Portion Pesto. Vermengen und schon drängen sich die Leute um die Teller ..

Quellenverweis:
Text -  Martin Martschnig/italissimo.at // Fotos  - Martin Martschnig / Sonia Peronaci

 

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